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  • Prof. Dr. Stephan Winter M.A.
  • Universität Tübingen - Katholisch-Theologische Fakultät Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft
  • s.winter@uni-tuebingen.de

Seit Längerem leitet Professor Winter gemeinsam mit Kollegen Martin Stuflesser, Würzburg, eine internationale Arbeitsgruppe zur Kommentierung der Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium. Es handelt sich um ein Teilprojekt des interkontinental und interkulturell angelegten großen Kommentars zu allen Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils „Event and Mandate: Intercontinental History and Commentary. Reception and Orientations for the Life of the Church“ - https://vatican2legacy.com/.

Allgemeines Ziel ist es, einen theologischen Kommentar Konzil zu entwickeln, der verschiedene soziokulturelle Perspektiven in Vorbereitung, Gestaltung und Rezeption dieses zentralen Ereignisses der jüngeren Kirchenentwicklung berücksichtigt. Die Ergebnisse werden auf Englisch und Deutsch Open Access zur Verfügung gestellt werden, wobei das Erscheinen des SC-Kommentars für Anfang 2027 zu erwarten ist. 

Neben diesem groß angelegten Projekt ist Professor Winter im Rahmen des durchgängigen Forschungsschwerpunktes „Rituell-gottesdienstliche Praxis in einer Zeit multipler Säkularitäten“ an einem größeren Kooperationsprojekt „Vertrauen als kulturprägende und transformationsrelevante Ressource in zunehmend fragmentierten Gesellschaften“ beteiligt. Eingebunden sind u. a. die Professur für Pastoraltheologie an der Katholischen Universität Eichstätt (Prof.in Dr. Katharina Karl), der Campus für Theologie und Spiritualität in Berlin (Prof.es Dr. Ulrich Engel und Dr. Thomas Eggensperger O. P.) sowie das Institut für Christliche Spiritualität, Münster (Prof. Dr. Thomas Dienberg).

Eine erste Tagung, deren Dokumentationsband in Vorbereitung ist, hat vergangenen November an der KU Eichstätt stattgefunden ("'Trust in ...' Vertrauen als Ressource für gelingende Gemeinschaftsprozesse" – KU). Winters Teilprojekt untersucht die Rolle von Ritualen in notwendigen gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozessen, wobei zuletzt eine Auseinandersetzung mit den Überlegungen von Armin Nassehi (in „Kritik der großen Geste“) und Hartmut Rosa („Situation und Konstellation“) im Fokus stand.

Eine wichtige Grundlage ist dabei für Winter, Vertrauen als eine kulturelle Praxis zu verstehen, wobei das Verständnis von Kultur als offenes Netzwerk, wie es der Kultur und Kommunikationswissenschaftler Jürgen Bolten (1955–2023) entwickelt hat, eine zentrale Rolle spielt.

Ein weiteres laufendes Projekt ist die Reflexion und Weiterentwicklung von Konzepten biographie-sensibler liturgischer Bildung innerhalb pluraler Kontexte. Hieran ist u. a. Prof.in Dr. Lisa Kühn beteiligt, die am Lehrstuhl zu dieser Thematik habilitiert (Promotionen und Habilitationen | Universität Tübingen).

Über weitere Aktivitäten gibt das Lehr und Forschungsportfolio Auskunft (Forschung | Universität Tübingen).